StartseiteFreizeit / Ausflüge / ReisenRadtourVon Linum über die Felder nach Wustrau und Altfriesack

Zum Download und zur Ansicht steht die Tour Linum – Alt-Friesack bei Outdooractive zur Verfügung – eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Drucken aller Unterlagen muss man sich allerdings anmelden.

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Wochenende, freier Tag, Urlaub, oder einfach nur so aus Spaß an der Bewegung in der Natur bietet sich eine Radtour, oder auch eine Wanderung in Brandenburg an.

Diese Tour beginnt im Storchen Dorf Linum, nahe Berlin. Vom Berliner Norden geht es am schnellsten über die A111, dem nördlichen Berliner Ring A10, der A24 Richtung Hamburg und anschließend über ausgeschilderte Landstraßen zunächst nach Kremmen und dann weiter nach Linum. Für diese Tour und auch für alle anderen gilt wie immer: es wird mindestens ein Tourenrad empfohlen, besser noch ein Mountainbike – nicht etwa, weil es in Brandenburg so bergig ist, sondern viel mehr wegen des Zustandes der Wanderwege und Radwege. Von Rennrädern rate ich dringend bei meinen Radtouren ab und wer lieber eine Tempo-Tour fährt, sollte die Hauptverkehrswege nicht verlassen.

In Linum selber gibt es auf Grund eines erhöhten Besucheraufkommens zu Zeiten, in den die Stöeche und Kraniche einfliegen einen ausgeschilderten Parkplatz am Ortseingang (oder Ausgang, so wie man nach Linum fährt). Diesen sollte man auf jeden Fall nutzten, egal, ob Vögel beobachtet werden, man wandern, oder eine Radtour machen möchte, denn andere Möglichkeiten findet man im Dorf nicht, das Auto los zu werden.

Die Tour führt über Hakenberg nach Wustrau und weiter nach Altfriesack – insgesamt also etwa 20 km.

Die ersten 4km müssen auf der gut befahrenen Landstraße zwischen Linum und Hakenberg überstanden werden. Von weitem kann man linke Hand über den Baumwipfeln die Goldelse (der Berliner weiß bescheid…) sehen. Und da ich von hause aus neugierig bin, sind wir dem Hinweis „Schlacht bei Fehrbellin“ folgend nach links abgebogen. Kurz danach lag vor uns eine etwa 900m lange und bestimmt 15m breite Allee zu einem Turm, auf dem eben dieser goldene Engel tront. Dies ist die Siegessäule zu der gewonnen Schlacht bei Fehrbellin um 1675. Aha, haben wir wieder etwas gelernt. Ein Aufstieg auf die Siegessäule wird mit einem herrlichen Rundblick über’s Land belohnt – bezahlt wird an einer Kasse des Vertrauens – da freut man sich…

Entspannt ausgelassen werden kann der „Kurfürstenpfad“, denn das ist einfach nur ein Waldweg – mehr nicht. Ja, ok, ab und zu steht eine Hinweistafel verträumt am Wegesrand und wartet darauf, gelesen zu werden.

Da wir die Tour Vormittags begonnen hatten, sind wir nicht in die Restauration am Fuße des Turmes eingekehrt und können uns daher auch kein Urteil darüber erlauben.

Anschließend geht es zurück über die Denkmal-Allee in Richtung Dorf Hakenberg – der Radweg ist gut ausgeschildert. Und ab hier kann die Natur in vollen Zügen genossen werden. Die Strecke führt irgendwo im Nirgendwo nach Norden über Felder, durch Wälder in absoluter Ruhe. In der entsprechenden Jahreszeit können Störche, Füchse, Rehe, unzählige Milane, Grünspechte, und, und, und… beobachtet werden. Die einzigen motorisierten Gefährte, die einem hier über den Weg fahren können, sind Traktoren.

Die Oberfläche der Stecke hält alles parat: teilweise asphaltiert (aber ohne Verkehr), zum Teil Plattenwege, oder auch zugewachsene Feldwege. Ist aber alles gut machbar.

In Wustrau angekommen, kann man einen Blick über den südlichen Teil des Ruppiner Sees genießen. Weiter geht’s auf einem guten Radweg, aber an einer stark befahrenen Straße etwa 1km nach Alt-Friesack. Hier sollte man nicht über die Brücke fahren, den der Hauptverkehr nimmt, sondern die, welche rechte Hand liegt. Das ist eine Hängebrücke, welche auch noch im Betrieb ist. Alt-Friesack selber ist ein kleiner, verwunschener und schöner Ort, der etwas interessantes mitbringt. Sollte ich einmal umziehen müssen, würde Alt-Friesack sicher in meine engere Wahl fallen.

Mein Tipp: wer auf frischen Fisch steht, sollte durch Alt-Friesack fahren und der Ausschilderung zum Fischer Pfefferkorn folgen. Hier kann man nicht nur frischen und geräucherten Fisch kaufen. Der Fischer hat auch eine kleine Restauration – alles sehr einfach und rustikal, aber vorrangig ist er ja auch Fischer. Wir sind ohne Reservierung aufgetaucht und hatten natürlich Pech: alle Tische waren besetzt. Aber ein Brötchen mit geräuchertem Aal und ein frisch gezapftes Bier war dann trotzdem unseres, was wir beides aus der Hand auf einer Bank an dem dazugehörigen See genießen konnten. An uns wurden von der Bedienung reichlich gut gefüllte Teller zu den Gästen getragen und uns wurde versichert, wer hier einmal herkommt, der kommt immer wieder.

Leider lehnt der Fischer eine Internetseite ab. Seine Worte: „Wir setzten auf Rauchzeichen.“ Nun gut, wenn’s reicht – aber das tut es wohl, denn der Laden war ja voll.

Fischerei Pfefferkorn:
Do – So und Feiertags 9 – 19 Uhr
Tel.: 033925 – 71195


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